Wir empfehlen, die folgenden Richtlinien hinsichtlich Handhabung bzw. Prüfung und Verglasung von Arnold-Fire® Brandschutzglas zu beachten.
Das Brandschutzglas wird seitens des Herstellers auf Einweg- oder Mehrweggestellen geliefert. Bei Anlieferung durch Speditionen versteht sich unsere Leistung unabgeladen auf der Baustelle oder bei der bestellenden Firma. Das Abladen durch die Spedition muß vorher bestellt werden und erfolgt auf Kundenrisiko und ist kostenpflichtig gemäß AGB.
Beim Abladen sind die vorgegebenen Anschlagpunkte für das Anschlagmittel zu beachten, Mehrweggestelle an der Kranöse, Einweggestelle mit dem Schlupf von außen neben den unteren Querträgern.
Bei Abladen mit dem Stapler ist die Gabel möglichst breit einzustellen, dass die Gabelzinken neben den Querträgern das Gestell aufnehmen. Es darf keine Glasberührung der Holzbretter erfolgen.
Als Abladestelle sind aufgrund des hohen Glasgewichtes besonders auf Baustellen ebene und tragfähige Flächen vorzusehen.
Es sind bei der Lagerung und im eingebauten Zustand Temperaturen von unter -20°C und über 50°C zwingend zu vermeiden. Aus Temperaturüberschreitungen entstehende Beeinträchtigungen gehen zu Lasten des Kunden und sind nicht reklamationsfähig. Bei Brandschutzglas als Isolierglas sind plötzliche Temperaturschwankungen zu vermeiden um thermischen Sprüngen vorzubeugen. Das Glas ist geschützt zwischenzulagern.
Der Liefertermin gilt unter Vorbehalt bezüglich verspäteter Wareneingänge oder Produktionsausfall. Teillieferungen sind ausgeschlossen.
Eventuelle Transportschäden sind sofort auf dem Lieferschein zu vermerken, ggf. Fotos anfertigen. Die Lieferscheine sind auf Vollständigkeit der Lieferung zu überprüfen. Es liegt in der Verantwortung des Verarbeiters, Arnold-Fire® vor dem Einbau zu prüfen.
Scheiben, die als fehlerhaft erkannt werden, dürfen nicht eingebaut werden. Glas, das der Verarbeiter nicht schon während der Prüfung und vor der Weiterverarbeitung aussondert, betrachtet Arnold Brandschutzglas als verwendungsfähig.
Die optischen Eigenschaften des Brandschutzglases Arnold-Fire® werden beurteilt nach der „Richtlinie zur Beurteilung der visuellen Qualität von Glas im Bauwesen“ und den Beurteilungsrichtlinien für ESG, weiterhin sind optische Störungen wie Wölbungen, Anisotropien, Verziehen oder Welligkeiten allen vorgespannten Glasprodukten eigen. Aufgrund der Verwendung von zwei ESG- Scheiben hintereinander und dem dazwischenliegendem Brandschutzmedium kann dieser Effekt in besonderer Weise verstärkt werden.
Bitte beachten Sie, dass vorgespanntes Glas im polarisierten Licht betrachtet oftmals ein leicht scheckiges Schattenmuster aufweisen kann, welches vom Luftabkühlvorgang im Ofen herrührt.
Der Transport der Scheiben auf der Baustelle erfolgt vorzugsweise mit Handsaugern.
Die Gläser sind nur hochkant (stehend/ vertikal) zu transportieren. Ein Transport in der Horizontalen ist nicht gestattet. Das Abstellen der Gläser erfolgt auf jeweils zwei Punkten, dabei sind zur Lagerung geeignete Materialien zu verwenden. Eine Berührung mit harten Materialien wie z.B. Beton, Mauerwerk und Metallen kann zur Beschädigung der Scheiben führen.
Bei eventuell erforderlichem Zwischenlager sollte die Schräglage zur Sicherung gegen umfallen ca. 6 ° betragen. Scheibenberührung untereinander ist zu vermeiden.
Beim Einsetzen der Scheiben sind die jeweils gültigen IFT- Verglasungsrichtlinien zu beachten. Darüber hinaus sind die Festlegungen der jeweiligen bauaufsichtlichen Zulassung bindend. Die Verklebung der Klötze mit Silikon bzw. der Kontakt von Silikon mit dem PU-Randverbund ist nicht zulässig.
Bei Verwendung von Isolierglas ist das Brandschutzglas stets raumseitig anzuordnen. Bei Verwendung des Brandschutzglases Arnold-Fire® auf Baustellen, die sich in Höhenlagen ab ca. 1500 m Meereshöhe befinden, kann es unter ungünstigen Verhältnissen zu optischen Störungen kommen.
Arnold-Fire® ist aufgrund der Besonderheit des Aufbaues als Brandschutzglas auch bei der Reinigung sehr vorsichtig zu behandeln. Es gelten folgende Empfehlungen:
Arnold-Fire® kann von Hand mit geeigneten, nicht-abrasiven Reinigungsmitteln gesäubert und gepflegt werden. Zur Reinigung von Hand empfehlen wir einen milden, wasserlöslichen Zusatz. Die Lösung ist gleichmäßig mit einem sauberen, weichen Tuch, Schwamm etc. auf das Glas aufzutragen und dann mit sauberem Wasser sorgfältig zu spülen und sofort trockenzuwischen oder abzuziehen.
Weiterhin ist sicherzustellen, dass keine Metallteile der Reinigungswergzeuge mit der Glasoberfläche in Kontakt kommen, und dass keine Fremdköper zwischen Glas und Reinigungswerkzeuge geraten. Es sind keine Flusssäure, aggressive chemische Reiniger, Scheuermittel, Stahlwolle oder Rasierklingen auf der Arnold-Fire® -Oberfläche zu verwenden.
Der Verarbeiter von Brandschutzglas ist Verantwortlich für die Auswahl der Systeme. Arnold-Fire® darf nur in dafür zugelassenen Systemen verwendet werden, bzw. über Zustimmung im Einzelfall in weiteren geprüften Systemen.
Arnold-Fire® kann mit Email versehen sein. Um sicherzustellen, dass das Ergebnis den Erwartungen entspricht, ist eine Stichprobe mit dem gewünschten Email zu behandeln.
Wir empfehlen, für Glasfassaden grundsätzlich vorgespanntes Glas für die vorgesetzte Iso-Scheibe zu verwenden. Um eine möglichst gute Übereinstimmung zwischen Fensterscheiben und Fassadenplatten zu erreichen, empfehlen wir, Arnold-Fire® - Fassadenplatten als Isolierglaseinheit ähnlich wie Fenster zu verwenden, mit der reflektierenden Beschichtung auf derselben Position (normalerweise # 2) wie im Fenster und mit einer Emailierung auf Position # 4.
Es ist aufgrund einer Reihe von Faktoren nicht möglich, eine vollständige optische Einheitlichkeit der Gläser im Fenster- und Fassadenbereich zu erreichen.
Bei der Verwendung von Arnold-Fire® als Isolierglas ist die Brandschutzglasscheibe raumseitig anzuordnen.
Aufgrund der Empfindlichkeit der reflektierenden Beschichtungen empfehlen wir, diese Beschichtungen auf Ebene 2 anzuordnen.
Die Herstellung von Isolierglas aus Brandschutzglas sollte beim Brandschutzglashersteller erfolgen. Das ist begründet mit der Empfindlichkeit des Glases und mit der Verträglichkeit der Randverbundmaterialien. Im Falle der Produktion von Isolierglas aus Brandschutzglas beim Kunden, lehnen wir die Gewährleistung ab. Diese ist durch den Kunden wahrzunehmen.
Die „Richtlinie zur Beurteilung der visuellen Qualität von Glas für das Bauwesen“, herausgegeben vom Bundesverband Flachglas, Troisdorf, ist zu beachten.
DIN EN 12543 Teil 6